Jahrestreffen 2017

 

Da hatte der Petrus wohl ein Einsehen für unser Jahrestreffen. Das begann nach heißen Tagen bei angenehmen Temperaturen mit dem Totengedenken an unserem Gedenkstein auf der Hünenburg. Unser Vorsitzender hielt eine bemerkenswerte Rede. Er gedachte der Toten aller Kriege und Gewaltherrschaften. „Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung.“ Er fuhr dann fort: „Wir gedenken an diesem Tag auch der Soldaten und zivilen Mitarbeitern unseres Geschwaders, die im Dienst für unser Land ihr Leben ließen. Ich habe keine verlässlichen Zahlen, wie viele zu beklagen sind. Stellvertretend für alle erinnere ich an die Feuerwerker Werner Ulrich und Julius Kunze, die am14.Mai 1959 beim Entschärfen einer Fünf-Zentner-Bombe auf dem Gelände des im Aufbau befindlichen Fliegerhorstes ums Leben kamen.“. Weiter erinnerte er an den ersten tödlichen Flugunfall Oberleutnant Fritz Bausewein und an den letzten zu beklagenden tödlichen Flugunfall mit der Besatzung Major Wolfgang Gerlach und Hauptmann Jörg Klotz, die am 22. April 1993 bei einem Übungsflug ums Leben kamen. Diese Männer stehen stellvertretend für alle Geschwaderangehörigen, die im Dienst ums Leben gekommen sind. Der Vorsitzende erinnerte dann daran, dass der Gedenkstein ein Geschenk des Kreis Steinfurt ist. Er wurde damals überreicht, als der Kreis Steinfurt die Patenschaft über das Geschwader übernahm. Eine große Geste der Anerkennung für die vom Geschwader gezeigten Leistungen und ein Bekenntnis zur Bundeswehr. Ein Bekenntnis zur Bundeswehr, dass in der heutigen Zeit nur schwer vorstellbar ist. Hans-Hermann Schorling ging dann auf die Debatte über den inneren Zustand der Bundeswehr ein, ausgelöst durch die Nachricht, dass ein rechtsradikaler Offizier sich als Flüchtling ausgegeben hat und Terroranschläge geplant haben soll. “Dieser Fall und die jüngst bekannt gewordenen Fehler von Ausbildern beim Heer sind Einzelfälle und nicht symptomatisch für ein generelles Versagen oder Haltungsproblem.“

Mit einer Schweigeminute gedachte die Versammlung der im letzten Jahr verstorbenen Kameraden Oberst a.D. Rolf Jonas und Oberfeldwebel d.R. Karl Schnieders. Mit der Kranzniederlegung und einer Schweigeminute endete die gut besuchte Veranstaltung.

Die Mitgliederversammlung im Heimathaus begann mit dem traditionellen Erbsensuppen-Essen. So gestärkt, führte der Vorsitzende Punkt für Punkt durch die Versammlung. Der Schatzmeister stellte die Finanzen der Gemeinschaft vor, die sich als äußerst positiv darstellen. Der Sozialfonds bewegt sich gegen 1.000 Euro. Der Vorstand wird zeitnah entscheiden, wohin der Betrag gespendet wird. Als bewährter Wahleiter fungierte Heinz Löring, der Vorsitzende des Heimatvereins. Die Stellvertreter Stabsfeldwebel a. D. Wilfried Helmich und Oberstabsfeldwebel a. D. Heiner Trübert wurden in ihren Ämtern bestätigt. Hauptmann a.D. Wolfgang Gräfer wird auch weiterhin für die Finanzen zuständig sein.

Unter „Verschiedenes“ wurde die Versammlung informiert, dass die Räumlichkeiten in der ehemaligen Theodor-Blank-Kaserne in naher Zukunft geräumt werden müssen. Auflösen oder Einlagerung unserer Sammlung, diese Entscheidung wird bald getroffen werden müssen. Die Versammlung verlief äußerst harmonisch.

Am Abend trafen sich dann die Mitglieder mit Damen bei einem kalt / warmem Buffet, gekühlten Getränken, guten Gesprächen, Musik und wer wollte auch zum Tanz im Heimathaus, dass das Ehepaar Inge und Peter Krenz festlich hergerichtet hatte. Die italienischen Speisen kamen bei den Gästen gut an. Der erste Stellvertreter des Vorsitzenden, Wilfried Helmich, hatte zu Beginn die Gäste der gut besuchten Veranstaltung begrüßt. Er vertrat den in einer Familienangelegenheit verhinderten Vorsitzenden. Nun hätte man sich einen schönen Sommerabend gewünscht, um auch die neuen Außenanlagen des Heimathauses nutzen zu können.

Eine gut gelaunte Gesellschaft wünschte sich ein Wiedersehen im Jahre 2018.

Manfred Wagner

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